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Jarowoy optimistisch zu guter Integration

Bezirksfraktionschef der Linken zu Flüchtlingswohnungen und Integration in Rissen I Markus Krohn

Die Flüchtlingsströme sind abgeebbt, es gibt längst andere Themen, die durch die Medien geistern. Dabei ist die Frage nach einer Zukunft der fast 1 Million Menschen, die letztes Jahr nach Deutschland kamen weiter ungeklärt. Und auch Fragen zur dauerhaften Unterbringung von anerkannten Asylbewerbern, zum Beispiel in Rissen „Das Thema wird uns noch sehr lange beschäftigen“ ist daher die folgerichtige Einschätzung von Dr. Ingo Lembke (Grüne), dem Vorsitzenden des Flüchtlingsausschusses der Bezirksversammlung Altona. Es gilt, die Bürgerverträge zwischen VIN Rissen und dem Senat umzusetzen Glücklicherweise müssen die Wohnungen auf dem Gelände am Suurheid nicht mehr so schnell gebaut werden, wie ursprünglich geplant. Zudem kann der Wohnungsbau auf dem Gelände weitgehend im Rahmen des vorhandenen Bebauungsplan erfolgen, „mit wenigen Ausnahmen, die der Bezirk im Sinne des Bürgervertrages genehmigen wird“, so der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Robert Jarowoy gegenüber der DortStadt-Zeitung. Strittig ist noch, wie der Quartiersbeirat zusammengesetzt wird, der über die Planungen und Integrationsbemühungen am Suurheid wachen soll. Zunächst gibt es eine Zwischenlösung, sodass die Pläne des Bezirks und des Senats laufend geprüft werden können in diesem Schritt besteht ein Übergangs-Gremium aus dem Vorsitzenden des Sonderausschusses Flüchtlinge und Vertretern der VIN Rissen. Parallel dazu diskutieren Vertreter verschiedener Institutionen im Stadtteil die Zusammensetzung eines wirksamen Stadtteilbeirates, der in Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtteilmanager Martin Gorecki, einem Geograph aus Berlin. Für die Integration der Flüchtlinge in dem neuen Wohnquartier neben dem Asklepios Westklinikum sorgen soll. Mitte November wird Gorecki den Rissenern vorgestellt. Im Interview mit der DortStadt-Zeitung wirbt Jarowoy für die vorbildliche Arbeit der VIN Rissen. „Viele haben der VIN ja AfD-Nähe oder gar rechtsradikale Stimmung vorgeworfen. Das kann ich dort aber überhaupt nicht finden “‚ erklärt der Bezirkspolitiker. Er freut sich auf die konstruktive Zusammenarbeit bei der Integration von neuen Bürgern in Rissen: „Diejenigen, die nach Rissen ziehen, haben ja eine spezifische Bleibeperspektive. Diese Menschen, meist Familien, wollen sich ja integrieren. Wenn wir ein entsprechendes Angebot schaffen, ist die Integration dieser Menschen kein Problem.“ Im Nachbardorf „Sieversstücken“, erzählt er, sei das schon ganz gut gelungen: Durch die Zusammenarbeit mit dem „Runden Tisch Blankenese“ oder den dort ebenfalls lebenden Obdachlosen. die als neue Herausforderung den Deutschunterricht für sich entdeckt hätten – ganz ohne bürokratische Hürden. Wie sich die Bevölkerung der Elbvororte zusammensetzt und wo bis 2015 die meisten Migranten lebten. können Sie in der Tabelle hier sehen:

Rissen 15,9%
Sülldarf 20,6%
Blankenese 16,8%
Iserbrook 20,1%
Osdorf 38,0%
Nienstedten 18,6%
Groß Flottbek 21,6%
Bahrenfeld 33,0%
Ottmarschen 23,1%