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Das Käseblättchen 34. KW/2013

Liebe Käsefreunde!

Kriege mögen die anderen führen - du„ glückliches Österreich, heirate (bella gerant alii, tu felix Austria nube). Dieser bekannte Ausspruch bezog sich auf die Zeit der KuK-Monarchie‚ als Österreich sich mit Hilfe seiner Prinzessinnen mehr Einfluss sicherte als durch militärische Abenteuer. Heute ist Österreich zum 'Land der Käsekenner' geworden und bildet solche beiderlei Geschlechts aus, um sie anschließend diplomiert in die ganze Welt zu entsenden. Seit 1999 werden in Österreich in drei Semestern mit 212 Unterrichtseinheiten systematisch Käsekenner/innen ausgebildet, die in 112 weiteren Unterrichtseinheiten den Titel eines/r Käse-Someliers/e erringen können, um dann am alljährlich statt-findenden großen Finalwettkampf teilzunehmen zu dürfen. In diesem Jahr am 17. und 18. Oktober in Zwettl in Niederösterreich (www.kaesekenner.com) geht der Wettkampf der Finalistlnnen an zwei Tagen über vier Disziplinen: „Beim schriftlichen Know-how-Check stellen die diplomierten Käsekenner/innen ihr theoretisches Wissen rund um Käse unter Beweis. Beim allseits beliebten Käse-Millionen-Löcher-Quiz geht es spielerisch von Runde zu Runde, wobei es wichtige Punkte für den Wettbewerb zu gewinnen gibt. Moderiert wird das Quiz traditionellerweise vom Käse-Sommelier des Jahres. Weiter geht es mit einer sensorischen Querverkostung verschiedenster Käse. Es ist eine wirkliche Herausforderung, die jeweiligen Käsepaarungen mittels sensorischer Fähigkeiten zu erkennen und im Detail zu unterscheiden. Der abschließende Praxis-Check verlangt den Teams nach einmal alles ab: 'Gestalte deinen Käsewagen und präsentiere deine Auswahl einer ausgewählten Fachjury', lautet die Aufgabe. Die überragendsten Leistungen werden anschließend bei der großen Siegerehrung belohnt.“ So eine wissenschaftliche Ausbildung von Käse-Lehrkräften gibt es bisher in keinem anderen Land der Welt. Ganz umsonst ist die Ausbildung allerdings nicht, denn‚ wie es schon in einem russischen Sprichwort heisst: „kostenlosen Käse gibt es nur in der Mausetalle“. Die georgische katze hingegen„ die an die Wurst nicht herankomnlt, sagt: „Immerhin ist Freitag".

Ihr Robert Jarowoy