Kurdistan

Ey Reqib

Oh Feind (Ey Reqib)


Der Feind der kurdische Nation ist in seiner Sprache lebendig
konnte zu keiner Zeit durch Waffen besiegt werden
Soll niemand sagen, die Kurden sind tot, sie leben
Sie leben und nie werden wir unsere Flagge senken

Wir, die Jugend sind die rote Farbe der Revolution
Sieh unser Blut, das wir auf diesem Weg vergossen
Soll niemand sagen, die Kurden sind tot, sie leben
Sie leben und nie werden wir unsere Flagge senken

Wir sind die Kinder der Meder und des Kyaxares
Sowohl unser Glaube als auch unsere Religion sind unsere Heimat
Sowohl unser Glaube als auch unsere Religion sind Kurden und Kurdistan
Soll niemand sagen, die Kurden sind tot, sie leben
Sie leben und nie werden wir unsere Flagge senken

Die kurdische Jugend hat sich wie Löwen erhoben
Um die Krone des Lebens mit Blut zu schmücken
Soll niemand sagen, die Kurden sind tot, sie leben
Sie leben und nie werden wir unsere Flagge senken

Die kurdische Jugend wird immer wachsam sein
Und immer bereit sein, ihr Leben zu opfern
Opfern jedes Leben was sie haben
Jedes Leben was sie haben

Von 'Gerilatv', wurden Bilder von zwei Guerilla-Aktionen veröffentlicht.

Am 25. Februar um 10:00 Uhr und am 16. März um 8:30 Uhr, führten kurdische  Guerillakräfte, auf der Amed-Mardin-Schnellstrasse Sabotageaktionen gegen Militärfahrzeuge durch. Zwischen Sultan Sexmus und Akres Village richtete sich die Aktion  gegen ein Militärfahrzeug vom Typ Cobra. Die Anzahl der hier getöteten und verwundeten Soldaten konnten nicht geklärt werden. In der Nähe der Mazi-Region gegen ein Fahrzeug  vom Typ Ranger . Drei Soldaten starben und ein Soldat wurde als Ergebnis der Aktion verwundet. Diese Aktion wurde als Vergeltung auf die Operationen des türkischen Staates in der letzten Zeit durchgeführt.

Über die Beziehungen der syrischen Kurden zu den USA und die Selbstverteidigung der Revolution in Rojava. Gespräch mit Sores Ronahi

Spätestens seit dem Kampf um Kobani bietet sich ein widersprüchliches Bild, was die Beziehungen zwischen den USA und der kurdischen Befreiungsbewegung angeht: In Syrien gibt es eine Koordination gegen den »Islamischen Staat«‚ IS, während gleichzeitig der US-Imperialismus die Türkei bei ihrem Feldzug gegen die PKK unterstützt. Wie schätzen Sie diese Politik der USA ein?

Wir wissen, dass die USA kein Interesse an der Revolution in Rojava haben, sondern aus eigenen profitorientierten Interessen unseren Kampf gegen den IS unterstützen. Es ist das Ziel der USA, ihre machtpolitischen und militärischen Interessen im Mittleren Osten durchzusetzen, und dafür suchen sie Verbündete. Wie auch die USA verhalten wir uns zu diesem Bündnis taktisch.

Gäbe es eine starke sozialistische internationale Bewegung, wäre das vermutlich anders. Dann hätte es vielleicht auch wie zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges Zehntausende Internationalisten gegeben, die für die Verteidigung der Revolution gegen den Faschismus nach Rojava geströmt wären.

In US-amerikanischen Kreisen wird die Möglichkeit diskutiert, Rojava so umzubauen, dass es am Ende wie das Barsani-Kollaborationsregime im Nordirak aussieht.

Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es kann sein, dass sie sich so etwas wünschen, aber es gibt nichts, was wir und die südkurdische Autonomieregierung gemeinsam hätten. Die USA sind zum aktuellen Zeitpunkt auch auf uns angewiesen, denn ansonsten gibt es keine nennenswerte Kraft auf syrischem Boden mehr, die für sie von Nutzen sein könnte. Lange Zeit wurden wir ignoriert, und bis heute wurden noch nie Vertreter der demokratischen Selbstverwaltung zu offiziellen, internationalen Gesprächen eingeladen. Warum? Weil wir eine antikapitalistische, sozialistische Bewegung sind, die ihr System ablehnt. Die USA und andere Kräfte wollen, dass wir nach ihrer Nase tanzen, aber wir sind nicht dumm. Wir lassen nicht mit uns spielen und uns nicht ausnutzen.

Was erwarten Sie von der neuen Trump-Administration?

Wir machen uns nichts vor, was die USA angeht und haben auch keinerlei Erwartungen an die neue Trump-Regierung. Wir vertrauen auf unsere eigene Kraft, sind aber bereit, die Unterstützung anderer anzunehmen und mit ihnen zu verhandeln. Das ist die Realität, in der wir uns befinden. Wir haben einen Krieg zur Verteidigung unseres Volkes in Nordsyrien zu führen. Die Menschen hier werden sowohl vom IS und anderen islamistischen Banden bedroht als auch von seiten des syrischen Regimes und der Türkei. Insofern werden wir militärische Unterstützung nicht ablehnen.

Nach den Gesprächen in Astana wurde ein russischer Vorschlag für eine neue Verfassung Syriens bekannt. Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag?

Der Vorschlag Russlands für eine neue Verfassung ist ein schlechter Witz. Man könnte meinen, sechs Jahre Krieg wären nie passiert und wir könnten einfach dort weitermachen, wo wir damals waren. In dem Vorschlag Russlands ist auch nicht die Rede von »Autonomie der Kurden«‚ sondern sie sprechen lediglich davon, die kurdische Sprache als offizielle Amtssprache neben Arabisch zu akzeptieren und kulturelle Rechte umzusetzen.

Ein Syrien wie vor sechs Jahren wird es nicht mehr geben. Ein Ende des Chaos ist nur durch den Aufbau eines demokratischen Syriens zu erreichen, in dem alle Nationen, Völker, Kulturen, Sprachen, Religionen selbstbestimmt, frei und gleich leben können. Wir haben dafür hier in Rojava und Nordsyrien konkrete Vorschläge und arbeiten daran, unsere Vorstellung einer freien Gesellschaft im Alltag umzusetzen. Wir sorgen für konkrete Veränderungen auf der Grundlage unseres Paradigmas einer demokratischen, ökologischen Gesellschaft und der Freiheit der Frau. Nicht umsonst ist es eine Revolution, die wir hier machen.

Die Türkei hat angekündigt, nach Al-Bab auf Manbidsch zu marschieren. Wäre das der Auftakt zu direkten Gefechten zwischen YPG und türkischer Armee?

Wer es wagt, unser Volk anzugreifen, wird auf bitteren Widerstand treffen. Das gilt auch und im besonderen für die türkische Besatzerarmee. Wir haben bis jetzt keinen Angriff unserer Feinde unbeantwortet gelassen und werden es auch in Zukunft nicht. Wir haben die Freiheit mit den Händen ergriffen und werden sie nicht mehr loslassen. Wer versucht, uns ihrer erneut zu berauben, wird sich die Hände verbrennen.

Interview: Peter Schaber

Zwei Kinderbilder aus Syrien….und wie die Medien damit umgehen….

Zwei Kinderbilder aus Syrien

Zwei Bilder von verletzten, kriegstraumatisierten Kindern aus Aleppo, am gleichen Tag aufgenommen – das erste Bild nach einem vermutlichen Fassbombenangriff auf Ost-Aleppo, das zweite nach wahrscheinlichem Raketenangriff auf West-Aleppo. Das erste Bild wurde millionenfach über westliche Medienoutlets verbreitet und diente in der Kommentierung wesentlich zur Propagierung einer nun notwendigen „robusten“ militärischen Intervention von NATO-Streitkräften in den syrischen Bürgerkrieg. Das zweite Bild stammt von Helfern des Roten Halbmonds in Aleppo. Es wurde gar nicht verbreitet – es passt offensichtlich nicht in den gewünschten politischen Kontext – es eignet sich nicht für die „westliche“ Erzählung von Assad als alleinverantwortlichem Oberschurken für das Gemetzel in Syrien . Angry Arab, ein arabischer Blogger in den USA schreibt dazu:

„Some people love half of the children of Syria. Others love the other half of the children of Syria.  I am looking for someone who loves all the children of Syria.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Veröffentlicht am 21. Aug. 2016 von rantanplan102